ISDN zu VoIP-Umstellung inklusive Rufnummernportierung von der Telekom zu easybell

geschrieben am 14.05.2017
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Die Umstellung von ISDN zu VoIP steht bei vielen unserer Kunden an. Grund ist die nun endgültig feststehende Umstellung der gesamten analogen Telefonie auf VoIP im Jahr 2018. (Artikel der Telekom zu den Gründen des IP-Wechsels).

Obwohl die meisten Anbieter (allen voran die Telekom) VoIP-Verträge anbieten, empfehlen wir einen Wechsel zu einem reinen SIP-Provider in Betracht zu ziehen. Der Grund ist einfach: Nicht mit jedem Anbieter können Sie das Maximum aus Ihrer VoIP-Telefonanlage herausholen. Den Besitzern eines ionas-Server Small Business empfehlen wir grundsätzlich den Wechsel zu easybell. Easybell bietet günstige Tarife, einen ausgezeichneten Service und überzeugt technisch. So unterstützt easybell sämtliche Features der von uns eingesetzten VoIP-Telefonanlage Askozia.

Die damit verbundene Rufnummernportierung erfolgt zwar nicht immer problemlos, jedoch lassen sich mit dieser Anleitung und einer guten Vorbereitung fast alle Probleme ausschließen. In diesem Artikel sammeln wir unsere Erfahrungen aus knapp einem Dutzend Umstellungen von ISDN und Analog-Telefonanschlüssen zu VoIP.

Nur in der Theorie sind Theorie und Praxis gleich

Eigentlich ist die Umstellung von ISDN zu VoIP denkbar einfach: Beim neuen Vertragspartner wird ein Auftrag zur Portierung der Rufnummer bzw. des Rufnummernblocks eingericht und dieser klärt dann alles weitere mit dem Altanbieter. Als Kunde hat man somit in der Theorie nur ein Formular auszufüllen, um die Umstellung und alles weitere in die Wege zu leiten.

Leider ist die Umstellung in der Realität mit einigen Stolpersteinen versehen. Dass bei der Portierung so viel schief gehen kann, liegt an dem komplizierten Folgeprozess und den vielen Prozessbeteiligten. Sollte während des Portierungsantrages etwas schief gehen, ist man im schlimmsten Fall unter der eigenen Nummer nicht mehr erreichbar. Der Teufel liegt also wie so häufig im Detail und macht eine akribische Vorbereitung ratsam. Die grundsätzlichen Schritte sind aber immer die Gleichen und sollten mit dieser Schritt für Schritt Anleitung kein Problem darstellen.

1. Datenklärung anhand einer aktuellen Rechnung

Auch im Jahre 2017 ist der Portierungsprozess immer noch ein manueller Prozess mit vielen Beteiligten. Damit es an allen Stellen funktioniert, muss man dafür sorgen, dass wirklich alle und die richtigen Informationen vorliegen. Was wird benötigt:

  • der Vertragpartner bzw. die genaue Schreibweise
  • die Laufzeit und die Kündigungsmöglichkeiten des Alt-Vertrags
  • die dem Vertrag zugeordneten Rufnummern bzw. Rufnummernblöcke

Ein kurze Erklärung zum letzten Punkt: Die Bundesnetzagentur vergibt nur 10er, 100er und 1000er Rufnummernblöcke. Doch bei der Deutschen Telekom sind uns auch schon 30er oder 70er Rufnummernblöcke untergekommen. Damit die Rufnummernportierung funktioniert, empfehlen wir grundsätzlich immer die Kontaktaufnahme mit alten Vertragspartner. Rufen Sie dessen Hotline an und lassen Sie sich alle Punkte bestätigen. Der Vertrag sollte jedoch auf keinen Fall gekündigt werden. Dies lässt man durch den neuen Anbieter im Rahmen der Rufnummernportierung machen. Wenn man den Vertrag bereits im Vorfeld kündigt, besteht das Risiko, dass man bei Problemen während der Portierung ein paar Tage ohne Telefonie dasteht.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, Transparenz darüber herzustellen, welche Bestandteile der zur Rufnummer gehörende Vertrag hat. Wenn Sie eine Rufnummern portieren, wird dabei normalerweise der zugehörige Vertrag mit allen Bestandteilen gekündigt. Wenn z.B. Ihr ISDN Mehrgeräteanschluss mit Ihrer Internetleitung gekoppelt ist, wird diese auch gekündigt. Es lohnt sich also genau nachzufragen, um nicht am Tag der Rufnummernportierung ohne Internet dazustehen.

2. VoIP-Vertrag bei easybell beantragen

Bestellen Sie einen VoIP Business easy-Vertrag von easybell. Dieser Vertrag bietet bis zu 10 parallele Gespräche, hat keine Bereistellungsgebühren und keine Mindestlaufzeit. Die monatliche Grundgebühr beträgt gerade mal 4,19 € und die Minutenpreise liegen bei überschaubaren 0,83 ct/min ins Festnetz und 8,24 ct/min ins deutsche Handynetz. Der kleinere Vertrag bei easybell ohne Grundgebühr bietet nur zwei parallele Gespräche, was für die meisten Familien oder kleine Unternehmen zu wenig sein wird.

Bereits bei der Bestellung dieses neuen Vertrages müssen jedoch die ersten Punkte beachtet werden, obwohl diese noch gar nichts mit der Portierung zu tun haben:

a) Der Name des Vertragspartner muss mit dem des Altvertrags absolut identisch sein. Selbst fehlende Kommas, abweichende Groß- und Kleinschreibung oder ein anderer Zeilenumbruch führt mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Ablehnung des späteren Rufnummernportierungsantrages.

b) Wenn Sie Ihre Rufnummern zu easybell portieren wollen, wählen Sie bei easybell nur eine Rufnummer und buchen Sie keinen Rufnummernblock. Denn den portieren Sie ja erst. Wenn Sie nur einzelne Rufnummern portieren, dann bietet sich ein Rufnummernblock an, um alle Fähigkeiten einer modernen VoIP-Telefonanlage wie Telefonkonferenzräumen nutzen zu können.

3. Adressbestätigung bei easybell

Ein paar Tage nach dem Vertragsabschluss erhalten Sie von easybell einen Brief mit einem 5 stelligen Code. Erst wenn Sie diesen in Ihrem persönlichen Kundenbereich auf der easybell-Webseite eintragen haben, ist Ihr Vertrag vollständig aktiv. Alternativ können wir für Sie den Vertragsabschluss machen. Bei uns als easybell-Partner wird auf den Adressverifizierungsprozess verzichtet.

Ab diesem Moment kann man anfangen, die VoIP-Telefonanlage (z.B. Askozia) mit der ersten easybell-Rufnummer zu konfigurieren und den Live-Betrieb zu testen.

4. Rufnummernportierungsantrag

Jetzt wird es ernst. Nach der Aktivierung des easybell-Accounts kann man im internen Bereich unter „Meine Daten > Telefoniezugangsdaten > Rufnummernmitnahme“ eine Rufnummernportierung beantragen. Beim Ausfüllen sollte man größtmögliche Sorgfalt walten lassen, da bei jeder Abweichungen die Rufnummernportierung vom alten Anbieter abgelehnt wird.

Folgende Angaben werden benötigt:

  • Alter Vertragspartner
  • Neuer Vertragsnehmer
  • Kündigung durch neuen Anbieter zustimmen
  • Die zu portierende Nummer / zu portierenden Nummern

Nachdem man das Formular abgeschickt hat, erhält man von easybell ein vorausgefülltes PDF per E-Mail. Dieses Dokument ist zu unterzeichnen und per E-Mail oder als Fax an support@easybell.de zurückzusenden. Kurze Zeit später wird im internen Bereich von easybell der Status der Portierung angezeigt.

Innerhalb weniger Tage erhält man entweder eine Ablehnung oder eine Bestätigung der Portierung per E-Mail. Sollte nach ein paar Tagen noch keine Bestätigung vorliegen, ist dies nicht zwangsläufig ein Grund, um schlimmstes zu befürchten. Unserer Erfahrung nach kann die Bestätigung der Rufnummernmitnahme bis zu zwei Wochen dauern. Eine Ablehnung hingegen lag immer innerhalb von 48 Stunden vor.

Wichtiger Hinweis: Juristisch ist es so, dass zur Wahrung der Kündigungsfrist die Kündigungsabsicht bis zum relevanten Datum beim alten Anbieter eingehen muss. Ob eine Kündigung jedoch gültig ist, wenn der zugrundeliegende Portierungsantrag abgelehnt wird, haben wir nicht prüfen lassen. Unsere Empfehlung ist es deshalb nicht bis zum letzten Tag zu warten. Trotz vielfacher Rufnummernportierungen zu easybell und unserem Partnerstatus bei easybell, werden auch bei uns gelegentlich Portierungsanträge abgelehnt.

5. Umstellungstermin planen

Sobald Ihnen die Rufnummernportierung vorliegt, geht es um die Vorbereitung und die Planung der Umstellung. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten diese Umstellung vorzubereiten, wobei jeder Weg seine Vor- und Nachteile hat. Die zwei Möglichkeiten sind:

  1. Pauschale Rufnummernumleitung zu easybell vor dem Umstellungstermin
  2. Austausch der Telefone am Tag der Umstellung

Rufumleitung vor dem Umstellungstermin

Die Idee hinter diesem Ansatz ist einfach wie bestechend. Man lässt ab einem bestimmten Zeitpunkt sämtliche Anrufe beim alten Anbieter auf die neue easybell-Rufnummer umleiten. Gleichzeitig konfiguriert man die VoIP-Telefonanlage so, dass bei allen ausgehenden Anrufen, die noch zu übertragende Rufnummer übertragen wird. Diese Möglichkeit ist den meisten Menschen nicht bekannt, ist jedoch ohne Schwierigkeiten möglich. Ein Missbrauch dieser Möglichkeit sollte man übrigens tunlichst unterlassen. Die Übermittlung einer fremden Rufnummern ist ein Straftat, die entsprechend geahndet wird.

Dieser Ansatz hat den großen Vorteil, dass man bereits vor der tatsächlichen Portierung auf die neue VoIP-Telefonanlage, -Telefone und -Provider wechseln kann und somit das Umstellungsdatum selbst wählen kann. Der alte Anbieter wird dabei bis zum Portierungsdatum zu einer reinen Anrufweiterschaltung degradiert.

Leider hat dieser Ansatz auch ein paar Nachteile. Die meisten Anbieter verlangen für die Einrichtung einer Rufweiterleitung eine Gebühr. Die Kosten reichen dabei von einem niedlichen zweistelligen Betrag für alle Rufnummern (z.B. Telekom) bis hin zu einem hohen zweistelligen für jede umzuleitende Rufnummern (ecotel). Leider kann dabei auch nur eine „catch-all“-Weiterleitung eingerichtet werden. D.h. alle Rufnummern werden auf eine Rufnummer bei easybell weitergeleitet. Dabei wird nicht die ursprüngliche Anrufernummer übertragen, wodurch Durchwahlen und ein automatisches Anruferrouting nicht mehr möglich sind.

Harter Cut am Tag der Umstellung

Bei diesem Ansatz telefoniert man bis zum Tag der Portierung wie gewohnt mit den alten Telefonen. Erst am Tag der Portierung wird die VoIP-Telefonanlage vollständig in Betrieb genommen und auch die ausgehende Telefonie auf den neuen Provider umgestellt.

Dieser Ansatz verlangt weniger Vorbereitung und ist denkbar simpel. Einziger großer Nachteil ist, dass man auf ein genaues Datum für die Umstellung festgelegt ist. Natürlich birgt dieser Ansatz eine leicht höhere Ausfallwahrscheinlichkeit, weil zwei mögliche Ausfallquellen zusammenkommen. Bei Problemen am Tag der Umstellung kann es sich um eine Fehlkonfiguration der Telefonanlage oder um Probleme im Routing handeln. Dies gestaltet das Debugging etwas schwieriger.

Grundsätzlich führen beide Wege zum Ziel. Es muss abgewogen werden, ob man den ersten Ansatz verfolgen will, um den Mitarbeitern zumindest für ein paar Tage einen sanften Übergang zu ermöglichen oder ob man ausreichend Erfahrung und Zeit besitzt, um alles am Tag der Umstellung zu erledigen.

6. Rufportierung

Typischerweise erfolgt eine Rufnummernmitnahme am frühen Morgen und ist bis 6 Uhr Morgens abgeschlossen. Der Prozess der Rufnummernportierung bzw. das Anpassen des Routings auf Alt- und Neuanbieterseite ist jedoch selbst im Jahre 2017 ein manueller Prozess. Fehler sind zwar selten, passieren aber leider.

Aus diesem Grund sollte man, wenn man gegen 8 Uhr immer noch nicht erreichbar ist, sich proaktiv an den neuen Anbieter wenden und eine Entstörung erbitten. Bemühen Sie nicht den Altanbieter, sondern wenden Sie sich direkt an den neuen Anbieter. Uns ist dieser Fall einmal untergekommen und konnte glücklicherweise innerhalb von einer Stunde behoben werden.

Sollten am ersten Tag übrigens nicht alle Anrufe bei Ihnen ankommen, heißt es Ruhe bewahren. Häufig sind es z.B. nur Anrufe aus dem Telekomnetz, die nicht ankommen. Bis das richtige Routing bei allen Providern eingetragen ist, kann es etwas dauern.

Fazit: ISDN zu VoIP-Umstellung ist kein Problem, wenn man die Fallstricke kennt

Die Umstellung von ISDN auf VoIP ist häufig auch mit dem Wunsch nach einem Providerwechsel verbunden. Mit einer sorgfältigen Planung und gründlichen Vorbereitung können die häufigsten Probleme und Hürden vermieden werden. Gerne helfen wir Ihnen beim Umstieg auf eine moderne VoIP-Telefonanlage wie die AskoziaPBX und begleiten Sie bei der Umsetzung. Belohnt werden Sie mit günstigeren Telefoniekosten und modernsten Telefoniefunktionen.


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