{"id":2461,"date":"2016-02-20T11:10:01","date_gmt":"2016-02-20T10:10:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/?p=2461"},"modified":"2016-02-23T17:09:11","modified_gmt":"2016-02-23T16:09:11","slug":"igfxtray-igfxpers-igfxsrvc-hkcmd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/igfxtray-igfxpers-igfxsrvc-hkcmd\/","title":{"rendered":"igfxtray, igfxpers, igfxsrvc, und hkcmd \u2013 Stammg\u00e4ste im Task-Manager"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2467\" style=\"float: left; padding: 0px 20px 0px 0px;\" src=\"https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Intel_Inside.png\" alt=\"intel inside Logo\" width=\"333\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Intel_Inside.png 333w, https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Intel_Inside-300x225.png 300w\" sizes=\"(max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/> Immer wieder werden wir von Kunden gefragt, was es mit den igfx-Prozessen auf sich hat, die sie bei sich im Windows Task-Manager finden. igfxtray, igfxpers und igfxhkcmd (oder auch nur hkcmd) sind die h\u00e4ufigsten Vertreter dieser Gruppe. Ob diese sicher seien oder ob zu einer Schadsoftware geh\u00f6ren und ob diese dringend vom Betriebssystem ben\u00f6tigt w\u00fcrden, lauten die h\u00e4ufigsten Fragen. Ganz einfache Antworten auf diese Fragen gibt es leider nicht. In aller Regel sind diese Prozesse, die normalerweise mit einer Intel-Grafikkarte zusammen h\u00e4ngen, sicher und unproblematisch. Es kann aber Ausnahmen und Situationen geben, in denen\u00a0man sich die igfx-Prozesse etwas genauer anschauen sollte. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Informationen rund um die Intel Grafikkarten-Software zusammen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Die igfx-Prozessfamilie<\/h2>\n<p>Das K\u00fcrzel igfx steht f\u00fcr Intel Graphics und die dazugeh\u00f6rigen Prozesse findet man h\u00e4ufig auf Rechnern &#8211; Desktops wie Laptops gleicherma\u00dfen &#8211; mit einer Intel-Grafikkarte. Anders als man vermuten k\u00f6nnte, handelt es sich bei igfxtray, igfxpers und Co. jedoch nicht um die Treiber der Grafikkarte, sondern um erg\u00e4nzende Software, mit denen Intel die Nutzung der Grafikkarte bequemer machen und die Leistung der Hardware erh\u00f6hen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Dass so viele Computernutzer diese Prozesse auf Ihrem Rechner finden, h\u00e4ngt damit zusammen, dass gerade in Laptops und in g\u00fcnstigeren B\u00fcro-PCs in gro\u00dfer Anzahl Intel-Grafikchips verbaut werden. Noch bis vor einigen Jahren war die amerikanische Firma Intel nahezu ausschliesslich als Hersteller von Hauptprozessoren bekannt und so sind Intel Prozessoren schon seit Jahren aus PCs nicht mehr weg zu denken. In den letzten Jahren ist Intel aber auch zunehmend als Produzent von Grafikprozessoren in Erscheinung getreten. Diese sogenannten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grafikprozessor\">GPUs (englische Abk\u00fcrzung f\u00fcr Graphics Processing Unit)<\/a> sind f\u00fcr die Berechnung von Grafiken optimiert und h\u00e4ufig direkt als sogenannte onboard Grafikkarten auf der Hauptplatine integriert.<\/p>\n<p>Die vier Prozesse igfxtray, igfxpers, igfxsrvc und igfxhkcmd stellen wir im Folgenden im Detail vor.<\/p>\n\n<h3>igfxtray \u2013 Die \u201eKommandozentrale\u201c f\u00fcr die Grafikkarte<\/h3>\n<p>Der Prozess igfxtray bietet ein Men\u00fc zur Konfiguration der Grafikkarteneinstellungen. Dieses Men\u00fc ist \u00fcber ein Symbol im Infobereich erreichbar (siehe Abbildung). Wird der Prozess beendet, dann verschwindet auch dieses Symbol aus dem Infobereich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2462\" style=\"float: right; padding: 0px 0px 0px 20px;\" src=\"https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Intel_igfxtray_prozess.png\" alt=\"igfxtray Icon im Infobereich\" width=\"322\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Intel_igfxtray_prozess.png 419w, https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Intel_igfxtray_prozess-300x251.png 300w\" sizes=\"(max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/><\/p>\n<p>Bei\u00a0ionas \u2013 Ihr Online Assistent halten wir den Nutzen bzw. die Relevanz dieses Men\u00fcs f\u00fcr gering. F\u00fcr die allermeisten Computernutzer gibt es keinen Grund, sich mit dem Grafikkarteneinstellungen im igfxtray-Men\u00fc zu besch\u00e4ftigen. Der Autor dieser Zeilen selbst hat h\u00f6chstens ein halbes Duzend Mal gezielt auf dieses Men\u00fc zugegriffen. Wichtig dabei ist, dass diese Grafikkarteneinstellungen nicht mit den Anzeigeeinstellungen von Windows verwechselt werden d\u00fcrfen. Die Anzeigeeinstellungen, die \u00fcber das Kontextmen\u00fc des Windows-Desktops aufgerufen werden, sind f\u00fcr die t\u00e4gliche Arbeit am Rechner deutlich wichtiger. Grafikkarteneinstellungen und Anzeigeeinstellungen sind aber unabh\u00e4ngig voneinander.<\/p>\n<p>M\u00f6chte man mehr \u00fcber den Prozess erfahren, kann man dies im Task-Manager \u00fcber die \u201aEigenschaften\u2018 des Prozesses tun. Ein Rechtsklick auf seinen Namen reicht dazu aus. Wenn man den Prozess inspiziert, dann sollte man sich insbesondere den Speicherort und die Gr\u00f6\u00dfe des Prozesses anschauen. Der Standardspeicherort von igfxtray ist C:\\Windows\\System32 bzw. %windir%\/system32. (%windir% ist eine sogenannte Umgebungsvariable, die auf den Pfad zu den Betriebssystem-Dateien verweisst.) Wenn der Prozess an einem anderen Ort liegt, dann ist er eine eventuelle Bedrohung. Malware gibt sich gerne einen seri\u00f6sen Mantel, indem sie sich Namen bekannter Prozesse geben. Die Gr\u00f6\u00dfe des Prozesses liegt bei rund 155KB und hat eine sehr geringe Prozessorlast.<\/p>\n<p>Sollte der Prozess doch einmal Probleme bereiten, so z.B. weil er eine hohe Prozessorlast verursacht, dann kann er ohne Gefahr f\u00fcr die Systemstabilit\u00e4t beendet werden. igfxtray ist kein Systemprozess. Puristen k\u00f6nnen den Prozess theoretisch auch aus dem Autostart entfernen, um den Systemstart zu beschleunigen. Aufgrund des geringen Ressourcenverbrauchs von igfxtray raten wir davon aber eher ab.<\/p>\n<h3>igfxpers &#8211; das Persistance Module<\/h3>\n<p>Da onboard Grafikkarten anders als Erweiterungsgrafikkarten \u00fcber keinen dauerhaften (technisch gesprochen persistenten) Speicher verf\u00fcgen, nutzt man f\u00fcr die Speicherung der Grafikeinstellungen ein Software-Modul. Bei Intels onboard Grafikkarten \u00fcbernimmt das Persistance Module, im Taskmanager als igfxpers zu finden, diese Aufgabe.  W\u00fcrde das Persistence Module die Einstellungen nicht speichern, m\u00fcssten die Einstellungen bei jedem Start erneut vorgenommen werden. Anders als der igfxtray-Prozess arbeitet das Persistance Modul unabh\u00e4ngig im Hintergrund und verf\u00fcgt daher \u00fcber kein Symbol oder sichtbares Fenster.<\/p>\n<p>L\u00e4sst man sich die Eigenschaften des Prozesses im Task-Manager anzeigen, so sollte der Prozess eine Gr\u00f6\u00dfe von rund 110KB haben. Der Speicherort sollte, wie schon bei igfxtray, C:\\Windows\\System32 sein. Ansonsten droht gegebenenfalls eine Bedrohung durch Schadsoftware vor. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Datei durch das installierte Antivirenprogramm \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen. Alternativ kann man den Prozess auch auf <a href=\"https:\/\/www.virustotal.com\">Virustotal<\/a> \u00fcberpr\u00fcfen lassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr gew\u00f6hnlich l\u00e4uft igfxpers ohne gr\u00f6\u00dfere Prozessor- oder Arbeitsspeicherlast im Hintergrund. Einige Prozentpunkte CPU-Last kann es aber durchaus schon mal sein. Die Marke von 5% sollte er aber unter keinen Umst\u00e4nden \u00fcbersteigen. Verursacht der Prozess eine h\u00f6here Last, kann man igfxpers ohne Bedenken im Task-Manager beenden. igfxpers ist wie die anderen igfx-Prozesse kein Systemprozess. Die Ressourcenintensit\u00e4t von igfxpers hat durchaus Kritik verdient. Vergleichbare Prozesse von AMD und NVIDIA arbeiten wesentlich effizienter. Bei AMD wurden die Einstellungen bisher im Catalyst Control Center (ccc.exe) gespeichert, das nunmehr durch die &#8220;Radeon Software&#8221; abgel\u00f6st wird. Bei NVIDIA-Grafikkarten werden die Settings durch das NVIDIA-Tray (nvtray.exe) gespeichert.<\/p>\n<h3>igfxsrvc \u2013 mehr Spass beim Spielen<\/h3>\n<p>Der Intel Graphics Service Prozess &#8211; im Task-Manager unter igfxsrvc zu finden &#8211; stellt erweiterte F\u00e4higkeiten zur Verf\u00fcgung, um 3D Rendering und increased realism zu erm\u00f6glichen. 3D Rendering ist eine Technik, die vor allem bei Spielen zum Einsatz kommt, um r\u00e4umliche Effekte zu schaffen. Increased realism ist eine andere Technologie, um die Bildschirmdarstellung noch realistischer zu machen.<\/p>\n<p>Wie schon bei igfxtray und igfxpers ist der Standardspeicherort der rund 160KB gro\u00dfen igfxsrvc-Datei der System32-Ordner im Windows-Verzeichnis der Systemfestplatte. Bei einer Abweichung von dieser Regel sollte man die Datei mit dem Antivirenprogramm \u00fcberpr\u00fcfen. Normalerweise l\u00e4uft die Prozess unauff\u00e4llig im Hintergrund. Sollte er sich doch einmal unauff\u00e4llig verhalten, dann kann man den Prozess ohne Risiko beenden. In aller Regel ist aber ein Neustart das Mittel der Wahl, um einen igfxsrvc-Prozess mit ungew\u00f6hnlich hoher Last wieder in seine Bahnen zu lenken.<\/p>\n<h3>igfxhkcmd \u2013 Zugriff auf Einstellungen per Tastenkombination<\/h3>\n<p>Der Prozess igfxhkcmd ist meistens unter der abgek\u00fcrzten Bezeichnung hkcmd im Task-Manager anzutreffen. hkcmd steht f\u00fcr hot key command, was so viel bedeutet wie &#8216;Befehl per Tastenkombination&#8217;. Mit dieser \u00dcbersetzung ist dann auch der Zweck des Prozesses eigentlich schon umrissen. Die hkcmd.exe erlaubt es, Grafik- und Anzeigeeinstellungen direkt \u00fcber die Tastatur zu \u00e4ndern und ohne in ein Konfigurationsmen\u00fc abzusteigen. So steckt z.B. hinter der Drehung der Bildschirmanzeige per Strg + Alt + Pfeiltaste der Prozess hkcmd (siehe Abbildung). Bei AMD-Grafikchips \u00fcbernimmt \u00fcblicherweise der Prozess atiedxx.exe diese Aufgabe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-2463\" src=\"https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Drehung_Anzeige_mit_hkcmd-1024x576.png\" alt=\"Bildschirmdrehung per Hot Key durch hkcmd\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Drehung_Anzeige_mit_hkcmd-1024x576.png 1024w, https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Drehung_Anzeige_mit_hkcmd-300x169.png 300w, https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Drehung_Anzeige_mit_hkcmd-768x432.png 768w, https:\/\/www.ionas.com\/wissen\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Drehung_Anzeige_mit_hkcmd.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Die aktiven Hot Keys kann man in den Intel Grafikeinstellungen finden, also im Men\u00fc von igfxtray. Dort lassen sich auch Tastenkombinationen bearbeiten oder komplett deaktivieren. Letzteres kann man nat\u00fcrlich auch durch das Beenden des hkcmd-Prozesses erreichen.<\/p>\n<p>Wenn man auf die Hot Keys komplett verzichten kann, dann kann man den Prozess auch aus dem Autostart entfernen. Auf die Drehung der Bildschirmanzeige muss man deswegen nat\u00fcrlich nicht verzichten. Schlie\u00dflich deaktiviert man nur die Tastenkombination und nicht die dahinterstehende Funktion. \u00dcber die Windows-Anzeigeeinstellungen l\u00e4sst sich auch ohne hkcmd die Bildschirmanzeige drehen. Einen gro\u00dfen Geschwindigkeitszuwachs sollte man sich aber nicht von der Deaktivierung des Prozesses versprechen. hkcmd, der auf den meisten Rechner eine Gr\u00f6\u00dfe von rund 80KB hat, liegt nicht schwer auf dem System.<\/p>\n<h3>Weitere Prozesse von Intel<\/h3>\n<p>Diese vier Prozesse sind die am h\u00e4ufigsten im Task-Manager anzutreffenden Grafikprozesse aus dem Hause Intel. Andere igfx-Prozesse sind deutlich seltener vertreten. Um zu beurteilen, ob es sich bei diesen Prozessen um unbedenkliche Unterst\u00fctzungsprozesse einer Intel-Grafikkarte oder um versteckte Malware handelt, sollte der erste Blick immer auf den Speicherort gehen. Liegen diese unter C:\\Windows\\System32, dann handelt es sich wahrscheinlich um einen legitimen und unbedenklichen (m\u00f6glicherweise aber nicht sehr wertschaffenden) Prozess. Wenn nicht, dann sollte der erste Schritt immer die Dateipr\u00fcfung mit dem installierten Antivirenprogramm sein. Jedes bekannte Antivirenprogramm wie Avira, Avast, Kaspersky bringt eine solche Funktion mit. Zeigen sich dort weitere Auff\u00e4lligkeiten oder haben Sie Schwierigkeiten dies auszuf\u00fchren, dann sollten Sie einen Experten um Rat fragen. Die <a href=\"\/pc-doktor\">PC-Doktoren von ionas \u2013 Ihr Online Assistent<\/a> stehen daf\u00fcr an 7 Tagen pro\u00a0Woche zur Verf\u00fcgung. Die gro\u00dfe Gefahr besteht, dass eine Infektion mit Schadcode vorliegt.<\/p>\n<h2>Legitim, aber mit geringem Nutzen<\/h2>\n<p>Die Prozesse der igfx-Familie haben durchaus Ihre Berechtigung. Sie erg\u00e4nzen die Grafikkartentreiber und stellen erweiterte Funktionen zur Verf\u00fcgung. Ob man die Prozesse ben\u00f6tigt, ist hingegen eine andere Frage. User, die Ihren Computer nicht f\u00fcr grafikintensive Spiele und in einer statischen Umgebung nutzen, werden wohl kaum je mit igfxtray, hkcmd oder igfxsrvc in Ber\u00fchung kommen. In einem solchen Fall wird man keine Einschr\u00e4nkungen feststellen, wenn man die Prozesse beendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder werden wir von Kunden gefragt, was es mit den igfx-Prozessen auf sich hat, die sie bei sich im Windows Task-Manager finden. igfxtray, igfxpers und igfxhkcmd (oder auch nur hkcmd) sind die h\u00e4ufigsten Vertreter dieser Gruppe. 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